Hansa-Coach der Hinrunde

Hansa-Coach der Hinrunde

Erste 13.01.2019

„Lehrmeister“ Marcus Fürstenberg spricht über HUFC-Coach Marschall

Hansa-Coach der Hinrunde: „Sid wird seinen Weg als Trainer gehen“

„Lehrmeister“ Marcus Fürstenberg spricht über HUFC-Coach Marschall

„Das erste halbe Jahr war nicht einfach“, sagt Sidnei Marschall über die bisherige Saison beim HUFC. Foto: Bode

Wenn Marcus Fürstenberg auf den Titelkampf in der Landesliga Hansa schaut, dann dürfte er sich ein zufriedenes Grinsen nicht verkneifen können. „Das sind tatsächlich meine beiden Kapitäne, die da um den Aufstieg kämpfen“, lacht der Trainer des Hammonia-Landesligisten SSV Rantzau. Bei Carsten Henning, dem Coach des Bramfelder SV, war „Fürste“ das Ganze gar nicht so gegenwärtig. „Ihn hab' ich aber auch nicht so lange gehabt...“, erklärt der Rantzau-Übungsleiter. Sidnei Marschall hingegen schon – der war schließlich gefühlt ewig Spieler unter Fürstenberg und später bei TuRa Harksheide und in Rantzau dessen „Co“. Bei Hamm United ist Marschall nun so durchgestartet, dass er von den FussiFreunde-Lesern zum „Trainer der Hinrunde“ in der Landesliga Hansa gewählt wurde.  

„Ein bisschen“, sagt Fürstenberg, „hab' ich Sid natürlich schon geprägt. Er war sechs Jahre bei Bramfeld und TuRa mein Spieler, sogar der Kapitän. Später war er dann in Harksheide und beim SSV mein Co-Trainer.“ Klar, dass „Fürste“ die Karriere seines Zöglings an der Seitenlinie aufmerksam verfolgt: „Ich kenne in Hamm einige Spieler. Und an einigen Jungs, die Sid hat, war ich auch interessiert. Ich hab es ihm zugetraut, dass er mit dem Kader, den er da zur Verfügung hat, oben mitspielen kann. Der Kader ist gut, aber: Da musst du als Trainer auch erstmal die richtigen Knöpfe drücken, wenn du so eine Mannschaft hast. Das muss man auch erstmal alles unter einen Hut bringen bei so einem Team. Da maulen auch schon mal gute Jungs rum, wenn sie nicht spielen.“

Fürstenberg: „Er ist sehr eng an der Mannschaft und ein einfühlsamer Coach“

Damit sind wir auch schon bei den Stärken und Schwächen von Marschall – und wer könnte die besser beurteilen als Fürstenberg, sein langjähriger Wegbegleiter. „Sid ist immer noch ein lieber Trainer, ein Kumpeltyp. Er muss erstmal noch lernen, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Bei TuRaund in Rantzau war er ja nur Co-Trainer, da musste er das nicht. Das war eher meine Aufgabe“, so der 45-Jährige, der verrät: „Wir telefonieren häufig und tauschen uns aus. Ich hab' ihm gesagt: Wenn er Hilfe oder Ratschläge braucht, dann kann er sich melden. Ich will mich allerdings auch nicht aufdrängen. Das hat er nicht nötig. Sid wird seinen Weg als Trainer gehen.“ Eines schätzt „Fürste“ an Marschall nach eigenem Bekunden übrigens besonders.

„Was ich gut finde, ist, dass er als Trainer noch alles selbst mitmacht. Und wie er für die Sache brennt: Er ist immer eine halbe Stunde vorher da, weiß, was er im Training macht. Er recherchiert in Foren nach Trainingsinhalten- und gestaltung“, weiß der „Lehrmeister“ des 38-Jährigen. Der Vorteil Marschalls aus Sicht von Fürstenberg: „Er ist sehr eng an der Mannschaft dran, ein einfühlsamer Coach. Ich bin mir aber sicher, dass er auch den Spagat zum 'bösen Trainer' hinbekommt.“ Fachlich, so der Rantzau-Coach, „merkt man, dass er Profi war und unter etlichen Trainern gespielt hat, von denen er Sachen mitgenommen hat. Aber sein Training ist nicht von vor 20 Jahren oder nur das, was ich früher gemacht hab. Das ist auf dem neuesten Stand.“

Marschall: „Die Wahl zeigt, dass wir gut gearbeitet haben“

„Ich wollte eigentlich meinen Trainerkollegen Rainer Seibert wählen“, verrät Marschall derweil, und begründet: „Er macht gute Arbeit in Ohe.“ Dass auch Marschalls Arbeit gut ist, zeigt die Platzierung in der Tabelle. „Es kommt nicht von ungefähr, dass wir Erster sind“, sagt auch „Sid“, schränkt das Ganze aber dennoch ein: „Keiner hat damit gerechnet, dass wir da oben stehen werden. Dafür haben wir hart gearbeitet. Wir haben uns jede Woche verbessert – in jedem Training und jedem Spiel. Und: Es gehört nicht nur die Mannschaft dazu, dass alles passt – auch das Drumherum.“ Die Wahl zum „Trainer der Hinrunde“ „nimmt man natürlich gerne mit. Das ist besser, als wenn es negative Schlagzeilen in der Presse gibt“, lacht Marschall, „man freut sich darüber. Es zeigt, dass wir gut gearbeitet haben, dass viele an mich gedacht haben und die Landesliga kennen.“ Vielleicht, aber, scherzt Marschall, „hat mein Trainerkollege ja auch einfach nur weniger Freunde bei Facebook, wo die Wahl ja stattfand...“

Wahl hin, Wahl her: Der Hamm United-Übungsleiter spannt sogleich den Bogen zur Zukunft. „Wir müssen weiterhin daran arbeiten, Strukturen und Ruhe reinzubrigen. Das erste halbe Jahr war nicht einfach. Ich werde da weitermachen, wo wir aufgehört haben“, sagt er und fügt hinzu: „Für was es dann am Ende in der Tabelle reicht, wird sich zeigen.“ Klar ist jedenfalls: Künftig werden Eren Eröksüz (Dersimspor) und Ricardo Balzis (Concordia) den HUFC-Kader verstärken. Weitere Zugänge sind laut Marschall nicht geplant. Auf der Seite der Abgänge könnte sich vielleicht noch etwas tun: „Wir müssen gucken, was mit Robert Pietruschka nach seinem Kreuzbandriss ist und wann er wieder fit ist. Und wir müssen abwarten, wann Moritz Mandel wieder dabei sein kann. Wenn wirklich alle Spieler fit sind, dann haben wir einen Kader mit insgesamt 27 Spielern. Das wäre dann zu groß. Es kann sein, dass wir in diesem Fall dann noch einmal Gespräche mit ein oder zwei Spielern führen müssen“, so Marschall abschließend.

Jan Knötzsch

Quelle

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